Mittwoch, 22. Oktober 2014

Werkstattmöbel: Einfache Konstruktion

In Foren stolpert man häufig über Fragen zum Bau von einfachen Werkstattmöbeln. Zweckmäßig, stabil und preiswert herzustellen sollen diese Möbel sein. Ich hab nun schon einige solche Möbel für mich und im frühen Sommer auch eins für einen Bekannten gebaut. Es sollte ein gemeinschaftlicher Bau werden, aber es war sehr schwierig unsere Freizeit zu synchronisieren. Beim Zusammen- und Aufbau waren wir aber beide im Einsatz.

Die Konstruktion ist komplett aus Pappelsperrholz. Die Schrankseiten und Traversen jeweils in 18mm genau wie die Schubkästenseiten. Nur die Schubkästenböden sind aus 10mm Pappelsperrholz und die Tischplatten aus 19mm MDF. Es kommen wieder einmal Rollenüberauszüge zum Einsatz.


Hier noch zur Veranschaulichung eine Explosions-Zeichnung eines Schrankelementes:


Alle Teile sind verschraubt mit Pocketholes und Lamellos zur einfacheren Ausrichtung. Die Schubkästenteile sind zusätzlich verleimt.

Im folgenden Video sind die Arbeitsschritte aufgezeigt. Die Konstruktion ist einfach, leicht, preiswert (Materialwert komplett etwa 600€) und doch ausreichend stabil.


Sonntag, 5. Oktober 2014

Werkstatt Vorstellung - "Holzwerken" Artikel

Die Zeitschrift "Holzwerken" hat mich im Frühjahr gefragt ob ich Lust hätte den ein oder anderen Artikel zu schreiben. Schnell waren wir uns einig über das erste Thema, das, wie könnte es anders sein, sich um meine Werkstatt dreht. Ich habe wohl bis jetzt hier im Blog viele Umbauten und Verbesserungen dokumentiert, aber es gab nie einen Post der das Gesamtkonzept umreisst. Das konnte ich jetzt nachholen und in der Holzwerken Nr 49 erscheint der entsprechende Artikel. Zu diesem Artikel gibt es auch ein Begleitvideo das auf der "Holzwerken" Seite oder im "Holzwerken" Youtube Kanal bereits zu sehen ist:



Donnerstag, 12. Juni 2014

Zwischenbilanz nach 4 Jahren

Es war ein durchwachsenes Jahr! Seit der letzten Zwischenbilanz gab es mehrere Videos, der Maniküretisch wurde fertig (hat aber noch immer keine Absaugung), ein weiterer und letzter Werkstattschrank wurde gebaut, die Werkstattwände sind weiss gestrichen und eine sonnenbrandfördernde Beleuchtung installiert. Im Oktober ging es los mit dem Meisterbrief und dann wurde es hier ruhiger. Seit März läuft meine IT-Firma in die ich momentan nur etwa 1/5 meiner beruflichen Arbeitszeit investiere. Im März gab es dann 3 Tage Messe: Holzhandwerk 2014. Danach kam noch ein "schneller" Schreibtisch und ein noch "schnellerer" Werkstattschrank für einen Bekannten. Die Doku dazu schiebe ich noch nach ... versprochen!

Ich geniesse immer noch jeden freie Stunde in der Werkstatt. Wenn aber die nächsten Meisterkurse anfangen, bleibt nicht mehr viel Freizeit. Von Oktober bis April heisst es dann wieder Schulbank drücken an zwei Abenden pro Woche.

Bis dahin bleibt glücklicherweise noch Zeit die ich zwischen Werkstatt und Büroarbeit versuche aufzuteilen, oder zu kombinieren :-). Ein paar Ideen habe ich noch ... meine Frau allerdings auch und ich komme wohl nicht dran vorbei, nach einem sehr werkstattlastigen Jahr, wieder ein "richtiges" Möbelprojekt anzugehen. Die Einzelteile der wegrationalisierten Hausbar schreien förmlich danach in Form einer Kommode endlich Ruhe zu finden.

Ein Bekannter hat mir ein potentiell gefährliches Angebot gemacht: Er hat eine ungenutzte Drechselbank die er mir schenken möchte. Anscheinend ist Drechseln der Todfeind des Schreinerns. Böse Zungen behaupten, dass man es nicht mehr lassen kann wenn man damit anfängt. Ich hab hier und da mal gedrechselt und muss zugeben, dass es Spaß macht, aber nicht soviel wie Schreinern. Ich denke, dass ich das Angebot annehme, nur passt die Drechselbank überhaupt nicht in mein Werkstattkonzept. Aber auch dazu wird sich sicher eine Lösung finden.

Während ich diese Zeilen schreibe, fällt mir ein, dass ich im vergangenen Jahr keine weiteren Maschinen oder Werkzeuge zugekauft habe. Das deute ich als gutes Zeichen, zumal mir bei den vergangenen Projekten nichts gefehlt hat. Die einzige Maschine die mich noch interessieren könnte wäre der Linearschleifer von Festool. Die Maschine leistet sicher gute Dienste beim Schleifen von Profilen und Abplattungen.

Im vergangenen Jahr gab es einige neue deutschsprachige Holzwerker-Blogs zu entdecken. Die Szene scheint sich ja gut zu entwickeln. Von Foren halte ich mich aber immer mehr weg. Es ist dort eine unangenehme Entwicklung festzustellen und viele Threads laufen bereits nach ein paar Beiträgen am Thema vorbei und es entstehen unnötige und anstrengende Diskussionen. Schade!

Ich habe einen Versuch mit Google-Werbung auf meinem Blog gestartet. Es dümpelt so vor sich hin, stört aber auch kaum. Von Sponsoring oder fest geschalteter Werbung nehme ich aber Abstand. Es ist mir zu verbindlich und ich möchte meine Neutralität nicht missen. Meine Leser sollen die Sicherheit haben und behalten, dass meine Meinung zu Werkzeugen, Maschinen und Arbeitsweisen objektiv sind. Einige, vorher interessante, Blogs aus Übersee sind in kurzer Zeit leider durch genau diese Art Werbung total verramscht. Auch schade!

Holzwerken als Hobby ist toll! Auf, dass es noch viele infiziert!

Gut Holz!